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SVZ vom 27. Januar - Zwei Jahre nach dem Brand

SVZ vom 27. Januar - Zwei Jahre nach dem Brand

Beitrag Schweriner Volkszeitung vom 27. Januar 2024
Heidhof, Straße des Friedens 7. Beim vierfachen deutsche Speedway-Einzelmeister Kevin Wölbert herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Nach der Corona-Zeit, die alles stoppte, und dem Feuer am 18. Januar 2022, das seine Werkstatt in Schutt und Asche legte, kehrt allmählich der Alltag wieder ein.

Denn der Wiederaufbau dauerte seine Zeit. Erst im April 2023 erhielt Kevin Wölbert die Baugenehmigung. Dann folgten acht Monate Schwerstarbeit. Dazu kamen die Speedwayrennen. Kevin Wölbert: „Ich habe mit einem harten Kern von Helfern zu 90 Prozent alles allein gemacht. Aber du kannst nicht nur bauen, bauen, bauen, der Sport hat Priorität.“ Bis auf paar kleine Baustellen ist jetzt alles fertig. Am 19. Dezember wurde Einweihung gefeiert.

Das neue Jahr begann daher im Hause Wölbert entspannt. „Ich bringe täglich meine Söhne in den Kindergarten und zur Schule“, erzählt Kevin Wölbert. Dann wird trainiert. Morgens ist Laufen angesagt, abends Krafttraining. Wenn es wärmer wird, fährt Kevin Wölbert viel Fahrrad. Dann ist auch immer das eine oder andere zu organisieren. Wichtig ist die Sponsorenpflege. Kevin Wölbert: „Hier waren in der schweren Zeit Estrichbau Mielke Ludwigslust und RKS Hamburg meine großen Unterstützer.“ Im Februar geht es an die Maschinen.

Foto 1Hier hat Kevin Wölbert den Polen Jordan Jurczymski im zweiten Jahr an seiner Seite. Vier Maschinen müssen immer parat und top sein. Sportlich hat Kevin Wölbert seine Prioritäten gesetzt. „Ich will in diesem Jahr das Maximale in der Europa- und Weltmeisterschaft herausholen und möglichst weit kommen. Das Gleiche gilt in der 2. Polnischen Liga“, gibt sich Wölbert kämpferisch. Zuerst sind die Qualifikationsrennen in der EM am 4. Mai in Stralsund und in der WM am 25. Mai im italienischen Lonigo zu überstehen. Challenge-Termine für die EM sind der 12. Mai im lettischen Dünaburg (Daugavpils) und für den Grand Prix am 4. Oktober im tschechischen Pardubitz (Pardubice).

In der 2. Polnischen Liga ist Kevin Wölbert von Rzeszow nach Gnesen (Gniezno) gewechselt. „Obwohl ich im Vorjahr unter den Top acht war, lief es in Rzeszow irgendwie nicht mehr. Der Trainer wollte nur noch mit Polen fahren. Das ist nicht schlimm. Aber wenn man das hintenherum erfährt, ist das nicht in Ordnung“, erklärt Wölbert. Damit verpasste er einen Aufstieg in die 1. Liga. Das will er mit Gnesen, im Vorjahr Zweiter, nachholen.

Nach einer Pause ist Kevin Wölbert wieder in der deutschen Nationalmannschaft. Mit der verpasste er im Vorjahr bei der Team-WM, dem Speedway of Nations, in Breslau (Wroclaw) knapp das Race Off. Dadurch schied Deutschland aus. Das Team Deutschland, voraussichtlich mit Kai Huckenbeck (Werlte), Norick Blödorn (Flintbek) und Kevin Wölbert, ist trotzdem in der 2024er-Auflage vom 9. bis 13. Juli in Manchester beim Speedway of Nations, dieses Mal als Paarfahren ausgetragen, am Startband.

Das zweite internationale Paarfahren wartet auf Kevin Wölbert in der EM. Am 27. Juli findet in der Teterower Arena die Qualifikation statt. Deutschland ist als Gastgeber gesetzt. Das Finale ist am 19. Oktober in Lonigo. An dieses Prädikat hat Kevin Wölbert sehr gute Erinnerungen. Es bescherte ihm 2013 in Herxheim mit Martin Smolinski seinen größten internationalen Erfolg, den Paar-EM-Titel. Schafft es Deutschland, hätte Kevin Wölbert in Lonigo bei einer Nominierung durch Sascha Dörner und Matthias Bartz, das neue Trainer-Duo, seinen dritten Auftritt in diesem Jahr. Kevin Wölbert: „Das Nationalteam hat dort vom 15. bis 18. Februar ein Trainingslager mit einem Test-Rennen gegen Italien.“

Möglich sind dieses Jahr auch Rennen in Dänemark, in Schweden wegen zu hoher Kosten eher nicht. In Deutschland werden die Fans Kevin Wölbert sicherlich als Titelverteidiger bei der deutschen Einzelmeisterschaft in Pocking, in der Bundesliga, wenn sie stattfindet, sowie bei offenen Rennen sehen. Besonders gern nimmt der Heidhofer Starts in seinem Heimatland wahr. Der Oster- und Pfingstpokal in Güstrow sowie der Lauf um den Karl-Heinz-Podeyn-Pokal in Ludwigslust gehören zu.

Hans-Jürgen Kowalzik

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